Die gedruckte Ausgabe des Hefts: "Das Netz: Jahresrückblick Netzpolitik"

Der netzpolitische Jahresrückblick ist da

Mobilität, Datenschutz und digitale Kunstwerke: Der Berliner Verlag iRights.Media hat das Heft „Das Netz: Jahresrückblick Netzpolitik“ veröffentlicht. In dem Magazin geht es auf knapp 300 Seiten um die gesellschaftlichen Veränderungen, die durch das Internet angestoßen werden.

Unter den Autoren sind bekannte Namen wie der Netzaktivist und MIT-Wissenschaftler Ethan Zuckerman, der über Erfindungen schreibt, die unser Leben verbessern. Außerdem berichtet der „Zeit“-Autor Kai Biermann über die Aktivitäten der Geheimdienste und der frühere Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar schaut sich die EU-Datenschutzreform genauer an.

Auch ich durfte einen Artikel beisteuern. Darin geht es um Angebote im Netz, die Flüchtlingen ihr neues Leben in Deutschland erleichtern – und das Problem, dass kaum ein Flüchtlingsheim den Bewohnern einen freien Zugang zum Internet gewährt. Einige der Texte werden auf der neuen Website des Magazins veröffentlicht. Die Print-Ausgabe kann man als E-Book oder gedrucktes Exemplar bestellen.

Tatort Logo

Warum sich Fritz Kuhn gegen den Tatort wehrt

Nach einem Tatort über das Bahnprojekt Stuttgart 21 beklagt sich Oberbürgermeister Fritz Kuhn über die Darstellung seiner Stadt in dem Sonntagskrimi. In einer Pressemeldung weist Kuhn darauf hin, dass man die Fiktion des Sonntagskrimis nicht mit der Wirklichkeit verwechseln dürfe.

Der Tatort hinterlasse bei vielen Zuschauern den Eindruck, dass finanzstarke und korrupte Investoren den Immobilienmarkt in Stuttgart bestimmten. „Das stimmt so nicht“, heißt es in der Mitteilung des Rathauses.

Das Thema hat auch der Radiosender detektor.fm aufgegriffen. Ich habe mit den Kollegen darüber gesprochen, warum die Stadt sich gegen den Krimi-Plot wehrt und wie die Leser auf die amtliche Mitteilung reagiert haben.

Interview_Detektorfm

 

Bild: Wikipedia

Datenschutz-Debatte auf der d3con

Werbebranche debattiert über Datenschutz

Auf der Konferenz d3con haben Experten der Werbebranche über die Zukunft von Online-Anzeigen diskutiert. Die Veranstalter haben mich für das Datenschutz-Panel eingeladen, um mit den Branchenexperten Ralf Scharnhorst (Scharnhorst Media), Ulrich Baumgartner (Osborne Clarke), Thomas Schauf (BVDW), Stephan Noller (nugg.ad) und Christian Henschel (adeven) über Datenschutz bei Online-Anzeigen zu diskutieren. Das Treffen in Hamburg gilt mit mehr als 1000 Besuchern als Deutschlands größte Veranstaltung zum Thema Online-Display-Advertising. Hier könnt ihr euch den Datenschutz-Talk vom 11. Februar dieses Jahres in voller Länge anschauen:

klettern

StZ-Online hangelt sich durchs Netz

Was passiert eigentlich, wenn man einem Online-Redakteur die Maus aus der Hand nimmt und gegen ein Kletterseil tauscht? Tja, die Folgen kann niemand so richtig absehen. Wir haben es einfach mal ausprobiert. Gemeinsam mit den Kollegen von StZ-Online habe ich den Newsroom für einen Abend verlassen und mich mit ihnen in den Hochseilgarten Fellbach gewagt.

Da bleiche Gesichter, unkontrolliertes Angstzucken und halsbrecherische Stürze in den Abgrund meist gut ankommen im Kino, habe ich mit der Kamera einfach mal voll drauf gehalten. Hier ist das Ergebnis:

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Was muss er können, der Online-Journalist?

Was muss er eigentlich können, der Online-Journalist von heute? Ist es wirklich so, dass jeder Bewerber erst einmal dem Online-Ressortleiter beweisen muss, dass er einfach alles kann: Texte schreiben, Artikel für Suchmaschinen optimieren und nebenbei noch Videos schneiden? Eher nicht. Auch in Online-Redaktionen zählen die klassischen Werte wie Erfahrung und Persönlichkeit, so das Fazit im Artikel der Februar-Ausgabe des Medienmagazins Journalist.

Für Beitrag hat der Autor nicht nur den Süddeutsche.de-Chef Stefan Plöchinger und StZ-Online-Ressortleiter Tobias Köhler befragt, sondern auch einige Nachwuchs-Journalisten, die in den Onlineredaktionen dieses Landes arbeiten. Unter anderem mich. Was ich zur Geschichte beigetragen habe, lässt sich unten am Screenshot ablesen.

Ein Happy End hat der Artikel leider nicht. So heißt es im letzten Absatz: Das größte Problem der Onlineredaktionen sei der „Ruf als Redakteure zweiter Klasse“. In vielen Redaktionen stimmt das gewiss noch. Was schade ist. Denn Online-Artikel haben doch so einige Vorzüge. Die Reichweite ist praktisch unbegrenzt, die sozialen Netzwerke liefern einen zusätzlichen Verbreitungs-Hebel und eine hübsche Palette an Multimedia-Angeboten wie Videos und Links erleichtern dem Leser den Zugang zu Quellen und Hintergrundinformationen. Kurz: der Job als Online-Redakteur ist fordernd, aber unfassbar spannend und mit einer enorm steilen Lernkurve.

Daher ist es meines Erachtens kein Problem, wenn man als Jungredakteur im Online-Ressort noch keine Videos schneiden kann. Wer das Handwerk eines Videojournalisten lernen will, produziert problemlos nach spätestens zwei Monaten seinen ersten sendefähigen Videobeitrag.