Rezept

Der Raindrop Cake – ein Kuchen wabbelt durchs Netz

Von Jörg, 10.04.2016 | Keine Kommentare » |
Raindrop Cake

Der Raindrop Cake sieht aus wie ein überdimensionaler Regentropfen, hat fast keine Kalorien und ist der neueste Backtrend im Netz. Und das, obwohl der durchsichtige Wackelpudding fast nur nach Wasser schmeckt. Aber es geht beim Raindrop Cake auch eher um die faszinierende Form und den großen Hype um das Gericht, der auf dem Streetfood-Markt „Smorgasburg“ in New York losgetreten wurde.

Dort wird der Regentropfen-Kuchen für 8 Dollar pro Stück verkauft und bereits auf einer eigenen Website vermarktet. Der New Yorker Darren Wong hat dem Kuchen seinen Namen gegeben. Er sagt gegenüber „Buzzfeed“, dass er sich beim Raindrop Cake an den Animationsfilm „Das große Krabbeln“ erinnert fühle, bei dem die Ameisen die Tautropfen von den Blättern schlürfen.

Allerdings ist der Raindrop Cake keine komplett neue Erfindung. Es ist vielmehr eine gut vermarktete Variante des japanischen Gerichts Mizu Shingen Mochi. Bereits vor zwei Jahren sind für den Regentropfen ein paar Rezepte im Netz aufgetaucht, damals wurde das Backwerk unter anderem auch als Unicorn Drop bezeichnet, also als Einhornträne.

Rezept für den Raindrop Cake

Ich habe das Rezept der Einhornträne als Grundlage genommen und auf eine Menge von vier Personen angepasst. Meine Backerfahrung geht gegen Null, aber der Raindrop Cake hat mich fasziniert. Daher habe ich mir das Algen-Extrakt Agar-Agar im Bioladen besorgt, eine 1-Liter-Flasche Mineralwasser gekauft und ein wenig Vanillezucker aus dem Schrank geholt.

Das sind tatsächlich alle Zutaten, die man für den Raindrop Cake benötigt. Die große Herausforderung ist allerdings die Konsistenz. Nur mit der richten Menge an Agar-Agar, das praktisch genauso funktioniert wie Gelatine, wird der Regentropfen nicht zu flüssig und nicht zu fest.

Nach fünf Versuchen hatte ich das richtige Mischverhältnis für 4 Personen:

Zutaten:

600 ml Mineralwasser
1 glattgestrichener Teelöffel Agar-Agar
1 Prise Vanillezucker

Zubereitung:

Das Mineralwasser in einen Topf schütten, nach und nach das Agar-Pulver dazustreuen und vorsichtig umrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Dann das Wasser zum Kochen bringen und so lange köcheln lassen, bis keine braunen Agar-Reste mehr zu sehen sind.

Schließlich das heiße Agar-Wasser in runde Schälchen gießen und abkühlen lassen. Nach etwa zehn Minuten die Schalen in den Kühlschrank stellen und rund zwei bis drei Stunden stehen lassen. Danach kurz prüfen, ob die Flüssigkeit bereits Wackelpudding-Konsistenz hat, am Rand mit einem Messer ablösen und dann auf einen Teller stülpen. Achtung: Nach etwa 30 Minuten außerhalb des Kühlschranks ist von dem wabbelnden Tropfen nur noch eine Pfütze übrig.

Darren Wong garniert den Kuchen noch mit geröstetem Sojapulver und braunem Zuckersirup. Aber eigentlich passt so ziemlich jeder Süßkram dazu – da der Kuchen selbst fast nur nach Wasser schmeckt.


Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.